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Die Ballade vom unbetuchten Lebemann

Ballade zum Thema Dummheit
von Mondsichel.

Die Ballade vom unbetuchten Lebemann

Des Einsten war hier ein kleiner Mann,
der sich seine Traumwelt schön erspann.
Von Wein und Weib bekam er nicht genug,
sein Leben war nach außen Lug und Trug.
Jener gab den großen Lebemann,
auch wenn er’s nicht bezahlen kann.
Und so sank er in das Moor hinein,
die Schulden nagten am Gebein.

Jener der einst noch ganz erträglich war,
führt sich nun auf wie der größte Star.
Ja so wandelt sich der Lebemann,
zum größten Idioten, der da weilen kann.
Denn der Strick wird langsam enger,
und der Hals wird immer länger.
Ganz tief in seinem Innern schreit,
nun die Sucht nach Aufmerksamkeit.

Er hängte sich nun an jeden dran,
der ihn bewundern oder weiter bringen kann.
Immer schmeichelnd und den Rücken gebückt,
auf das ihn gleich der Erfolg beglückt.
Zu faul die paar Schritte zu vollführen,
er will selbst doch keinen Finger rühren.
So wartet er das irgendwas geschieht,
und die Zeit von hinnen flieht.

Manchmal mag es in dieser Welt geschehen,
das manche sich gar nicht gut verstehen.
Mit dem deppschen Worteschmeichler,
dem so falschen Arschbackenstreichler.
Der nur um sich mal wichtig zu tun,
einen stört wenn man verlangt zu ruhn.
Von der Arroganz der Alltäglichkeit,
kämpft jener um die Aufmerksamkeit.

Entnervt fasst man sich an den Kopf,
verflucht den so verquerten Tropf.
Der einen quält mit seinen Fragen,
egal was man auch ihm tut sagen.
Da ist auf lange Dauer leider nicht,
ein Ende oder Befreiung hier in Sicht.
Und das alles nur für die Eitelkeit,
so endet es irgendwann in Streit.

Oh wartet, bald wird es sich rächen,
und des Lebemannes Rücken brechen.
Denn schon längst steht vor der Tür,
der Schuldeneintreiber und verlangt Pläsier.
Jammernd liegt der Lebemann am Boden,
trauert um das was er verloren.
Und so vergeht die liebe Zeit,
der sinnlos dahin gegebenen Aufmerksamkeit.

Der Lebemann ist nur noch ein Schatten,
er gehört nun zu dem Rudel Ratten.
Welches im Kanal dort unter der Stadt,
ihr schickes Wohnheim angesiedelt hat.
Doch sie verjagen den einstigen Lebemann,
der ihnen eh nichts bieten kann.
Denn er ist halt nur ein kleiner Kotzer,
und wie die Ratten, nun ein Schmarotzer...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Ich glaub ich habe in letzter Zeit zu viel Geschichten von "Wilhelm Busch" gelesen. Aber die Story ist nach wahren Motiven ;)

Nun auch als Gedichtsinterpretation im Audio Bereich zu hören ;)

zum Zwecke des Urheberschutzes registriert bei der VG Wort

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Veröffentlicht am 04.10.2005, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 09.11.2005). Dieser Text wurde bereits 2038 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 24.05.2013.

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